Mentale Gesundheit Monats-Intentionen

3 Gesunde Wohlfühl-Routinen im Jänner

Winterlandschaft

Im neuen Jahr sehnen sich viele nach einem Neubeginn. Einem körperlichen und mentalen Reset sozusagen. Darum soll es hier aber nicht gehen. Ich möchte hier meine persönlichen Wohlfühl-Routinen mit euch teilen — kleine Dinge, die ich täglich oder regelmäßig tue, damit es mir rundum gut geht. Dabei geht es mir nicht um ein höher, schneller und weiter und auch nicht darum, das alles immer perfekt zu machen. Vielmehr finde ich immer mehr heraus, was dazu beiträgt, mich gut zu fühlen und genau für diese Dinge möchte ich in meinem Leben Raum schaffen. Generell möchte ich aber gerne festhalten, dass all dies meine Wohlfühl-Routiuen sind. Deine können ganz anders aussehen und genau das — was dir individuell gut tut — zu entdecken ist einfach wunderschön. Doch jetzt gehts erst mal los mit meinen drei gesunden Wohlfühl-Routinen für diesen Jänner.

Abwechslungsreich und vielseitig essen

Planty of Joy steht für einfachen und achtsamen Genuss. Ich liebe es, bunte, einfache und vielseitige Rezepte zu kreieren und diese hier mit euch zu teilen. Im Alltag ist meine Ernährung aber aus Zeitmangel oder Mangel an Motivation nach einem langen Tag häufig recht eintönig. Über die Feiertage hatte ich einige freie Zeit und habe wieder ganz viele Ideen für neue Rezepte bekommen. In den nächsten Wochen möchte ich mir bewusst Zeit dafür nehmen, diese Ideen umzusetzen. Gerade an stressigen Arbeitstagen kann es manchmal eine Überwindung sein, frisch und abwechslungsreich zu kochen. Aber letzten Endes macht es mir einfach doch immer total Spaß, entspannt mich und tut mir auf allen Ebenen richtig gut.

Mein persönlicher Tipp

Um generell etwas mehr Abwechslung in meine Ernährung zu bringen, habe ich begonnen regelmäßig Samen, Saaten und Nüsse in meine Mahlzeiten zu integrieren. Sie schmecken nicht nur echt gut, sondern sind auch richtig gesund und werten jede Mahlzeit mit wertvollen Nährstoffen auf. Ich schrote beispielsweise alle paar Tage eine Portion Leinsamen, bewahre diese in einem Glas im Kühlschrank auf und gebe diese dann über Porridge, Salate oder Müslis. Samen, Saaten und Kerne lassen sich auch super in Salate, selbstgebackenes Brot, Dips oder als Topping für herzhafte Bowls und Suppen integrieren.

Was mir auch echt Spaß macht, und ein bisschen Vielfalt auf meinen Teller bringt, sind selbstgezogene Sprossen. Das Keimen ist mit meinem Keimgerät super einfach und innerhalb weniger Tage habe ich eine große Portion Sprossen, die nicht nur lecker schmecken und toll aussehen, sondern mich auch mit vielen tollen Nährstoffen versorgen. Mein liebstes Keimgerät habe ich euch hier verlinkt. Am liebsten mag ich zurzeit wieder Alfalfa-Sprossen und Rettich-Sprossen! Das Keimgut kaufe ich mittlerweile meist in Großpackungen und immer in Bio-Qualität. Meine aktuell liebsten Produkte habe ich euch hier vorgestellt. Die passen toll in jeden Salat, aufs Brot und sind generell einfach ein tolles Topping für jede herzhafte Mahlzeit!

Realistische Ziele setzen

Wenn es etwas ist, das ich ganz besonders gut kann ist es, mir unrealistische Ziele zu setzen. Ich schreibe mir mit Begeisterung jeden Tag To-Do-Listen und packe diese ziemlich motiviert und über die Maßen voll. Oft merke ich dann abends aber, dass ich nur die Hälfte von dem geschafft habe, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Und um ehrlich zu sein, bin ich dann häufig enttäuscht von mir, weil ich gefühlt ein bisschen gescheitert bin. Was ich durch meine viel zu langen To-Do-Listen aber mittlerweile gelernt habe, ist Folgendes: Nicht ich bin gescheitert, sondern ich habe mir einfach mal wieder unrealistisch hohe und zu viele Ziele gesetzt.

You often overestimate what you can do in a day, but you often underestimate what you can do in a week.

Seitdem ich diese Worte gehört habe, begleiten sie mich. Da steckt einfach so viel Wahrheit drin! Ich will so oft riesengroße Projekte in einem einzigen Tag umsetzen und bin dann enttäuscht, wenn ich es wieder nicht schaffe. Gleichzeitig ist es rückblickend oft erstaunlich zu sehen, wie viel man in einer Woche, in einem Monat oder einem Jahr alles geschafft und erschaffen hat.

Im Jänner möchte ich deshalb ganz bewusst darauf achten, mir realistische Ziele zu setzen und eine gute Balance zwischen Unter- und Überforderung zu finden. Zwischen groß Träumen und ausreichend Zeit für Entspannung und Loslassen.

Mein persönlicher Tipp

Raus aus dem Kopf und auf das Papier! Kennt ihr das, wenn eure Gedanken ständig darum kreisen, was ihr noch alles erledigen wollt? Um dieses Gedankenkreisen aufzulösen kann es hilfreich sein, To-Do-Listen tatsächlich auch aufzuschreiben. Ich nutze dazu gerne mein Bullet Journal. Außerdem behält man dadurch viel einfacher einen Überblick über die Aufgaben. Mit der Zeit habe ich durch das Aufschreiben meiner To-Dos auch ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie viele Aufgaben ich wirklich an einem Tag bewältigen kann. Der Prozess des Aufschreibens führt meiner Meinung nach auch zu einer zusätzlichen Reflexion darüber, ob diese Aufgabe wirklich Priorität hat und auf die Liste sollte, oder ob man vielleicht gerade dabei ist, sich wieder etwas zu viel vorzunehmen.

Zeit für Hobbys schaffen

Im Jänner (und generell für die Zukunft) möchte ich mir außerdem genug Zeit für Lieblings-Beschäftigungen nehmen. Dazu zählen Sport, Mandala malen, Lesen, Handarbeiten wie beispielsweise Häkeln oder eben auch die Entwicklung von Rezepten. All diese Dinge machen mir so viel Spaß und sie tragen dazu bei, mich ausgeglichen zu fühlen. Im letzten Jahr gab es einige Tage, an denen ich zu viel gearbeitet habe und keine Zeit mehr für Hobbys übrig blieb. Ich weiß, dass solche Tage und Phasen bis zu einem gewissen Grad normal sind und ab und an dazugehören. ABER: langfristige Überarbeitung ist alles andere als nachhaltig und führt nur dazu, dass ich mich ausgelaugt und erschöpft fühle. Ich liebe meinen Job, aber es gibt einfach auch viele andere Dinge, die mich glücklich machen und die für mich zu einem erfüllten Leben dazugehören.

Ich lese manchmal, dass schon fünf Minuten von etwas, das einem gut tut, einen RIESIGEN Unterschied machen können. Aber ganz ehrlich? Für mich reicht das nicht. Langfristig bin ich einfach unausgeglichen, wenn ich jeden Abend nur noch schnell eine Seite aus meinem Buch reinquetsche, bevor mir die Augen zufallen. Es reicht auch nicht, ein fünf Minuten Workout zu machen, bevor ich dann nur mehr erschöpft meine Serie schauen will, weil ich für alles andere zu müde bin. Und es reicht auch nicht, nur ein kleines Feld in meinem Mandala-Buch zu malen, weil mir die Arbeit so im Kopf herumgeistert, dass ich zum Weitermalen einfach zu unruhig und unkonzentriert bin. Freude, Flow und Kreativität wächst nicht im Stress. Dafür braucht es Zeit, Ruhe, Hingabe und bitte keine Deadline.

Mein persönlicher Tipp

Wenn in der Arbeit mal wieder viel los ist, fehlt mir manchmal die Inspiration für eigene kreative Projekte. In solchen Phasen male ich besonders gerne Mandalas — hier habe ich euch mein liebstes Mandala-Buch verlinkt. Das Ausmalen der kleinen Felder ist so eine beruhigende, fast schon meditative Tätigkeit, die einfach richtig gut tut!

Um mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren braucht man keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Ich feiere seit mehr als zwei Jahren meine Sportmatte, auf der ich nicht nur Yoga und Pilates, sondern auch eine Vielzahl an anderen Workouts machen kann. Am liebsten schalte ich mir ein Sport-Video an, oder bewege mich einfach intuitiv so, wie es sich gerade gut anfühlt.

Nun bist du dran

Wie möchtest du dich im Jänner fühlen und was kannst du dazu beitragen? Hast du in den letzten Monaten etwas in deinem Alltag vermisst, das du gerne wieder mehr integrieren möchtest?

Alles beginnt mit Bewusstsein für das, was du brauchst

Wohlfühl-Routinen zu formulieren, kann ein wunderschöner erster Schritt auf dem Weg in einen achtsameren Alltag sein. Formulieren zu können, was du brauchst und was dir gut tut, zeigt, dass du dich mit dir beschäftigt hast und dich selbst kennenlernst. Die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und erfüllen zu können, ist nicht so leicht, wie es manchmal scheint. Es ist eine Kunst und ein Geschenk, das du dir selbst machen kannst. Auch wenn du deine eigenen Wohlfühl-Routinen nicht so regelmäßig umsetzen kannst, wie du es gerne möchtest — allein die Tatsache, dass du sie kennst und dir ihrer bewusst bist, ist ein Zeichen von Selbstfürsorge. Hab Geduld mit dir und genieße dein individuelles Tempo, in dem du diesen Weg zu etwas mehr Achtsamkeit und Wohlbefinden gehst. Hab Spaß dabei zu entdecken, was dir gut tut!

Alles Liebe,

Marlene

Winterwald