Süßes Süßes Gebäck

Vegane Buchteln mit Marillenmarmelade

Dieses Rezept ist herrlich einfach und schmeckt immer wieder richtig lecker. Diese flaumigen veganen Buchteln sind ein Klassiker der österreichischen Mehlspeisenküche. Ein saftiger nicht zu süßer Hefeteig häufig gefüllt mit Powidl oder Marillenmarmelade. Nach Belieben kann dazu noch etwas heiße Vanillesauce serviert werden.

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Buchteln zählte zu den wenigen Rezepten, die meine Mama früher kaum selbst gebacken hat, obwohl sie wie ich leidenschaftlich gerne in der Küche kreativ ist. Buchteln waren immer eher die Spezialität meiner Oma und meine Mama erzählt oft, wie meine Oma eine große Auflaufform mit Buchteln mitbrachte, wenn sie zu Besuch kam und dass diese einfach die besten waren. Irgendwann vor ein paar Jahren habe ich sie dann zum ersten Mal selbst gebacken und seitdem habe ich nicht nur das Backen von Buchteln für mich entdeckt, sondern vor allem auch meine Liebe für Hefeteig.

Früher hatte ich tatsächlich etwas Respekt vor dem Backen mit Hefeteig. Ich dachte immer, es wäre sehr kompliziert und hatte ein bisschen Sorge, dass der Teig nicht aufgeht. Mittlerweile denke ich, dass es kaum einen Teig gibt, der einfacher zubereitet werden kann. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, auf die bei Hefeteig zu achten ist, damit das Ergebnis auch wirklich gut schmeckt, fluffig und schön saftig wird.

Tipps für richtig guten Hefeteig

Ich backe Hefeteig meistens mit Trockenhefe anstelle von frischer Hefe. ich finde die getrocknete Variante in der Verarbeitung etwas unkomplizierter und merke eigentlich keinen wesentlichen Unterschied zwischen frischer und getrockneter Hefe. Trockenhefe kann direkt mit den übrigen trockenen Zutaten vermischt werden. Es braucht also keinen Vorteig, was die Zubereitung des Hefeteigs durchaus erleichtert. Meiner Erfahrung nach braucht es aber auch bei frischer Hefe nicht unbedingt einen Vorteig. Ich erwärme dann immer die Flüssigkeit, die ich für den Hefeteig laut Rezept benötige und löse die frische Hefe darin auf. Meist gebe ich auch direkt die vegane Butter oder Öl hinzu, falls welches im Rezept angegeben ist und vermische diese drei Zutaten dann direkt miteinander. Diese Mischung gebe ich anschließend zu den trockenen Zutaten und verknete alles zu einem glatten Teig. Diese Vorgehensweise klappt super und der Teig wird damit immer schön fluffig. Wichtig ist bei beiden Hefesorten, dass die Flüssigkeit nicht zu stark erhitzt wird. Hefebakterien mögen es nicht zu heiß (maximal 40°C). Bei höheren Temperaturen sterben sie ab und als Konsequenz geht der Teig nicht mehr auf.

Außerdem ist Geduld und Wärme beim Backen mit Hefeteig besonders wichtig. Ist der Hefeteig einmal zubereitet, sollte er an einem warmem Ort ohne Zugluft einige Zeit ruhen. Zwischen 30 Minuten und einer Stunde ist meiner Erfahrung nach ideal, damit der Teig schön aufgeht. In dieser Zeit sollte sich das Teigvolumen etwa verdoppeln. Ist der Teig einmal aufgegangen, knete ich ihn so wenig wie möglich. Ich füllte süßes und herzhaftes Gebäck deshalb beispielsweise immer bereits vor der Ruhezeit und knete den aufgegangenen Hefeteig nicht mehr. Ehrlich gesagt bin ich nicht sicher, ob das die korrekteste Vorgehensweise ist, aber sie hat sich für mich über die Jahre als ideal bewährt, weil meine Backergebnisse dadurch immer besonders flaumig werden und richtig schön aufgehen. Wenn ihr noch weitere Tipps habt, dann schreibt sie mir gerne als Kommentar unter den Beitrag. Ich freue mich sehr, über den Austausch mit euch.

So einfach gelingt die Zubereitung

Die Basis für diesen einfachen Hefeteig bilden helles Mehl, Rohrzucker, Trockenhefe, vegane Butter und Pflanzendrink. Außerdem verfeinere ich den Teig gerne mit etwas Vanillemark und einer Prise Salz. Für Buchteln verwende ich am liebsten helles Mehl, da Hefeteig damit einfach am schönsten aufgeht. Alternativ könnt ihr helles und Vollkornmehl auch mischen, wobei ich euch empfehlen würde, etwas mehr helles als Vollkornmehl zu verwenden.

Ich verwende zum Backen generell gerne Rohrzucker, da ich diesen noch etwas aromatischer als normalen weißen Zucker finde. Ich habe die Buchteln aber auch bereits mit Kokosblütenzucker, Birkenzucker, Agavendicksaft und Dattelpaste gebacken. Nach Belieben könnt ihr den Rohrzucker also gerne 1:1 durch ein Süßungsmittel eurer Wahl ersetzen. Flüssige Süßungsmittel mische ich immer gerne vorab mit dem Pflanzendrink und gebe die Mischung dann zu den trockenen Zutaten, weil sich auf diese Weise die Zutaten am besten vermengen.

Die vegane Butter zählt zu meinen liebsten Fettquellen für Hefeteig. Ich habe in diesem Rezept aber auch bereits Nussmus und Kokosöl anstelle der veganen Butter ausprobiert und beide Varianten haben sehr gut geschmeckt.

Leckere Füllungen und Tipps zum Genießen

Bei der Füllung könnt ihr verwenden, was euch am besten schmeckt. Ich mag Marillenmarmelade und Powidl besonders gerne. Die Buchteln schmecken aber auch sehr gut mit Schokoaufstrich, Kirschmarmelade oder Vanillecreme.

Am besten sind sie meiner Meinung nach ganz frisch aus dem Ofen mit etwas heißer Vanillesauce. Sie lassen sich aber auch sehr gut im Ofen aufwärmen und werden durch etwas Wärme wieder richtig schön fluffig und saftig. Buchteln eignen sich auch gut zum Einfrieren. Ich friere sie beispielsweise gerne portionsweise ein, damit ich nach Bedarf einzelne Stücke bei Zimmertemperatur auftauen kann.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Alles Liebe, Marlene

PS: Auf meinem Blog findet ihr bereits viele weitere Ideen für süßes Gebäck und Kuchen:

Vegane Buchteln mit Marillenmarmelade

Vegane Buchteln mit Marillenmarmelade

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Vorbereitungszeit 45 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Portionen 8 Stück

Zutaten

  • 150 g Mehl, hell
  • 40 g Butter, vegan
  • 70 ml Pflanzendrink
  • 1/3 Pkg. Trockenhefe
  • 40 g Rohrzucker
  • etwas Vanillemark (alternativ 1 Pkg. Vanillezucker)
  • eine Prise Salz

Zum Füllen

  • 2-3 EL Marillenmarmelade

Anleitungen

  • Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz und Vanillemark in einer Schüssel mischen.
  • Den Pflanzendrink erwärmen (max. 40°C) und die Butter darin schmelzen lassen.
  • Die Pflanzendrink-Butter-Mischung anschließend zu den trockenen Zutaten geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder einer Backmatte zu einer länglichen Schlange rollen, diese in gleich große Stücke teilen und jedes Stück zu einer kleinen Kugel formen.
  • Jede Teigkugel kreisrund ausrollen oder mit den Händen flach drücken, etwas Marillenmarmelade in die Mitte geben und den Teig über der Marmelade verschließen und die Teigränder etwas andrücken sodass wieder eine kleine Teigkugel entsteht. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Marmelade gut im Inneren des Teiges verschlossen ist und nicht aus den Teigrändern quillt.
  • Die fertig gefüllten Buchteln dicht nebeneinander, mit der Teig-Naht am Boden in eine eingefettete oder mit Backpapier ausgelegte Backform legen und die Buchteln bei 175°C Ober- und Unterhitze etwa 20 bis 25 Minuten backen. Die Teig-Oberfläche sollte schön goldbraun aber nicht zu dunkel sein.

Notizen

Die fertigen Buchteln am besten ofenwarm mit etwas Staubzucker bestreuen und mit heißer Vanillesauce servieren.