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Mohn-Cracker mit Kürbiskernöl

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Heute habe ich wieder einen genial einfachen herzhaften Snack für euch: Knusprige Cracker mit aromatischem Mohn und Kürbiskernöl für extra viel Geschmack! Obwohl ich mich früher nicht sonderlich für Chips und Co begeistern konnte, bin ich mittlerweile ein riesengroßer Fan von salzigen Snacks. Das liegt vor allem daran, dass ich entdeckt habe, wie einfach Cracker selbst gemacht werden können. Mit einer bunten Vielfalt an Saaten und Kernen schmecken die selbstgemachten Cracker außerdem nicht nur super lecker, sondern liefern auch viele wertvolle Nährstoffe.

Die Zubereitung dieser Cracker ist im Grunde unglaublich simpel, erfordert aber etwas Fingerspitzengefühl. Der Teig ist im Handumdrehen zusammengemischt und auch das Verstreichen auf dem Backblech klappt ohne viel Mühe. Zum Verstreichen verwende ich am liebsten einen Teigspatel, der das ganze noch etwas leichter macht.

Das Backen und Trocknen der Cracker ist zwar mindestens genauso einfach, erfordert aber am besten etwas Erfahrung und Geduld.

So werden die Cracker richtig schön knusprig!

Wenn ihr die Cracker zum ersten Mal backt, empfehle ich euch folgende Strategie: Backt die Cracker zuerst wie im Rezept beschrieben bei 180°C Ober- und Unterhitze etwa 20 Minuten bis die Oberfläche fest ist und die Cracker sich in Quadrate schneiden lassen. Ich schneide die Cracker dazu in gleichmäßigem Abstand mit einem scharfen Messer oder noch besser einem Pizzaschneider zuerst längs und dann der Breite entlang. Für kleine Rauten könnt ihr sie einfach diagonal schneiden. Die Cracker müssen nicht unbedingt ganz durchgeschnitten sein. Durch das Trocknen werden die Cracker schön knusprig und lassen sich ganz einfach in Stücke brechen, wenn sie bereits etwas an- oder vorgeschnitten sind. Passt beim Schneiden der Cracker bitte außerdem gut auf, denn das Backblech ist direkt aus dem Ofen kommend sehr heiß und man könnte sich leicht verbrennen.

Nach dem Schneiden der Cracker könnt ihr sie direkt wieder in den Backofen geben und weitere 15 Minuten backen. Checkt währenddessen am besten ab und zu die Konsistenz der Cracker, indem ihr mit dem Finger oder einem Holzöffel auf die Oberfläche klopft. So spürt ihr am besten, ob die Konsistenz schon knusprig, oder noch eher zäh ist. Nun kommen wir zum entscheidenden Punkt: Die Cracker müssen im Backofen nicht vollständig gebacken und getrocknet werden. Die Konsistenz wird erst mit der Zeit und nicht unbedingt durch starke Hitze knusprig. Nach den 15 Minuten empfehle ich euch daher, den Backofen abzudrehen, aber die Cracker weiterhin im Ofen zu lassen. Die Resthitze ist optimal, um die Cracker weiter zu trocknen, damit sie dann richtig schön crunchy werden.

Achtung: Sind die Cracker nach den 15 Minuten Backzeit bereits sehr knusprig, empfehle ich euch, sie aus dem Backofen herauszunehmen und sie auf dem Backblech bei Zimmertemperatur vollständig auskühlen zu lassen. So härten sie auch noch nach. Die Resthitze könnte in diesem Fall aber dafür sorgen, dass die Cracker zu dunkel werden.

Wenn die Cracker vollständig ausgekühlt sind, könnt ihr den entscheidenden Test machen: Sind sie schön knusprig, oder noch etwas zäh? Wenn die Konsistenz passt, könnt ihr sie idealerweise in eine Brotdose füllen und dort mehrere Tage oder gar Wochen aufbewahren. Sind die Cracker noch etwas zäh, könnt ihr sie noch einmal für einige Minuten bei 150°C Ober- und Unterhitze in den Backofen schieben. Aber Vorsicht: In diesem Fall werden die Cracker sehr schnell sehr knusprig. Checkt also am besten bereits nach etwa 3-5 Minuten, ob die Konsistenz bereits besser passt und lasst sie dann wieder vollständig auskühlen. Meist braucht es wirklich nur einen kurzen Moment im Backofen, der dann schon einen großen Crunch-Faktor bringt. Für das Nachbacken eignet es sich daher auch einfach perfekt, die Restwärme von einem anderen Ofengericht zu nutzen. Ist der Backofen beispielsweise bereits heiß von einer leckeren Linsen-Lasagne oder ein Shepherd’s Pie, könnt ihr die Cracker kurz mit rein schieben, oder sie später im abgeschalteten Ofen trocknen lassen.

Ich backe Cracker mittlerweile regelmäßig, weil ich sie eigentlich immer direkt mit einem anderen Ofengericht zusammen mache. So ist die Hitze und Energie auch optimal genutzt.

Mein wichtigster Tipp: Backt mit Gefühl!

Ich würde euch sehr gerne, ganz konkrete Zeiten für die Cracker nennen, aber meine Erfahrung hat gezeigt, dass das nicht gut möglich ist. Die Backzeit kann nämlich durchaus mit der Dicke der Cracker und auch mit dem Backofen, den ihr verwendet variieren. Ich hoffe daher sehr, dass euch meine Beschreibung etwas weiterhilft. Mein wichtigster Tipp ist daher: Probiert es selbst aus! Macht selbst eine kleine Crunch-Probe und bekommt ein Gefühl dafür, wie schnell und gut sie trocknen. Einmal gemacht, bin ich überzeugt davon, dass ihr das Rezept lieben werdet und wahrscheinlich nie wieder Cracker kaufen wollt. Schreibt mir auch gerne ein Kommentar unter den Beitrag, falls ihr Fragen habt oder teilt mir mit, wie sie euch geschmeckt haben.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Auf meinem Blog findet ihr außerdem bereits klassische Saaten-Cracker, die ihr auch unbedingt ausprobieren solltet!

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Mohn-Cracker mit Kürbiskernöl

Mohn-Cracker mit Kürbiskernöl

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Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 50 Min.

Zutaten

  • 90 g Dinkelmehl
  • 50 g Haferflocken, fein
  • 20 g Mohn, ganz
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 40 g Sesam
  • 2 EL Kürbiskernöl
  • 5-6 g Salz
  • 2 Zweige Rosmarin

Anleitungen

  • Die Rosmarinnadeln abrebeln und fein hacken.
  • Die gehackten Rosmarinnadeln mit den übrigen Zutaten bis auf das Kürbiskernöl gut vermischen.
  • Anschließend 250 ml Wasser und das Kürbiskernöl hinzugeben und alles zu einem eher flüssigen Teig vermischen.
  • Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech so dünn wie möglich verstreichen und bei 180°C Ober- und Unterhitze etwa 20 Minuten backen bis die Oberfläche fest ist.
  • Die Cräcker mit einem scharfen Messer oder einem Pizzaschneider in kleine Quadrate schneiden und dann noch einmal bei 180°C etwa 15 Minuten backen.
  • Währenddessen am besten immer wieder mal nachsehen, und überprüfen, ob die Cracker nicht zu dunkel werden.
  • Den Backofen anschließend ausschalten und die Cracker darin weiter trocknen lassen. Sind die Cracker bereits eher dunkel und sehr knusprig, kann dieser Schritt ausgelassen werden. Im Beitrags-Text gebe ich euch noch weitere Tipps zur Zubereitung.
  • Die fertig getrockneten und ausgekühlten Cracker in Stücke brechen und am besten in einer Brotdose aufbewahren.