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Herzhafte Kartoffel-Galette mit Thymian

Teig mit Kartoffeln belegt, schmeckt das? Und wie sage ich euch! Diese himmlische Kartoffel-Rosmarin-Galette ist ein überraschender und herrlich einfacher Genuss. Ein knuspriger dünner Hefeteig aus Dinkel– und Roggenmehl, der mit mediterranen Kräutern verfeinert wird. Darauf kommt feines Olivenöl, hauchdünn geschnittene Kartoffeln, Zwiebel und etwas frischer Thymian. Besonders gut passt dazu ein bunter Salat und ein würziger Knoblauchdip.

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So einfach gelingt die Zubereitung

Die Basis für diese Galette bildet ein einfacher Hefeteig, für den ich gerne eine Mischung aus Dinkel- und Roggenmehl verwende. Roggenmehl passt besonders gut zu den Kartoffeln, verhält sich aber etwas anders als Weizen- oder Dinkelmehl, da es weniger Gluten enthält. Damit der Teig schön aufgeht und innen schön saftig wird, verwende ich also nur einen kleinen Teil Roggenmehl.

Der Teig wird durch die Zugabe von mediterranen Kräutern besonders aromatisch. Generell könnt ihr verwenden, was ihr gerade zur Hand habt und was ihr besonders lecker findet. Ich mag beispielsweise Rosmarin, Thymian, Oregano und Majoran sehr gerne. Auch Kerbel, etwas Salbei und Schnittlauch passen sehr gut.

Das Topping besteht im Grunde nur aus Kartoffeln, Zwiebel, Olivenöl und Gewürzen sowie Kräutern. Was einfach klingt, schmeckt einfach richtig lecker. Wichtig finde ich hier vor allem eine großzügige Portion richtig gutes Olivenöl. Dadurch werden die Kartoffeln und die Zwiebel etwas knusprig und die Galette wird dann einfach besonders aromatisch.

Nach Belieben kann die Galette aber auch mit anderen Gemüse– und auch Obstsorten belegt werden. Vor allem im Winter bietet sich Wurzelgemüse und Kürbis sehr gut an. Eine bunte Mischung aus Karotten, Kürbis, Pastinake, roten Rüben und ähnlichem Gemüse sieht beispielsweise nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch richtig lecker.

Warum wir Kohlenhydrate öfter mal feiern sollten!

Diese Galette ist übrigens auch eine kleine Liebeserklärung an Kohlenhydrate. Denn während man gefühlt überall von High-Protein Produkten liest, sind Kohlenhydrate eher unbeliebt. Low Carb wird oft mit gesund gleichgesetzt und nicht selten hört man, dass Brot dick macht. Vor allem abends nach 18 Uhr. Beim Schreiben dieser Zeilen rolle ich ehrlich gesagt ein bisschen mit den Augen, aber auch bei mir gab es eine Zeit, in der ich ziemliche Panik vor Kohlenhydraten hatte. Während meiner Essstörung war jedes Stück Brot, jede Kartoffel und auch jeder Apfel war eine Qual. Bananen waren sowieso mein Endgegner, weil viel zu viele Kohlenhydrate und somit auch Kalorien. Während ich früher nur Angst davor hatte, dass mich die Kohlenhydrate dick machen, sehe ich heute, wie wichtig sie für mich und meine Gesundheit sind.

Kohlenhydrate werden von unserem Körper in Glukose aufgespalten und diese ist sozusagen der Treibstoff, der unzählige überlebenswichtige Funktionen am Laufen hält. Glukose ist kein böser Zucker. Ganz im Gegenteil. Glukose ist Leben, denn erst durch die Glukose wird Leben möglich. Sie wird nicht nur für offensichtliche Prozesse benötigt, die wir bewusst wahrnehmen wie beispielsweise körperliche Bewegung. Die meiste Glukose wird tatsächlich für Körperfunktionen benötigt, die einfach so, ohne unser Zutun ablaufen und sogar meist ganz ohne, dass wir etwas davon mitbekommen wie beispielsweise unsere Atmung, Herzschlag, Hirnfunktionen und die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur.

Generell sind Kohlenhydrate also unglaublich wichtig und gut für uns.

Für eine langanhaltende Sättigung ist es generell empfehlenswert, Kohlenhydrate eher in Form von Mehrfachzucker aufzunehmen. Dieser gelangen langsamer ins Blut, da es im Vergleich zu Einfachzuckern länger dauert, bis der Körper sie aufgespalten hat. Dieser längere Prozess sorgt dafür, dass der Insulinspiegel nicht direkt in die Höhe schnellt, sondern nur moderat ansteigt. Die Folge ist, eine angenehme Sättigung und weniger Heißhunger-Potenzial. Während Einfachzucker vor allem in klassischen Süßigkeiten, zuckerhaltigen Limonanden etc. enthalten ist, gelingt die Aufnahme von Mehrfachzucker ebenso einfach über vollwertige Lebensmittel. Getreide, Reis, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte etc. sind nur wenige Beispiele.

Probiert doch gerne mal aus, wie sich euer Sättigungsgefühl ändert oder wie ihr euch nach dem Essen fühlt, wenn ihr euren Hunger und Appetit eher mit Einfach- oder Mehrfachzucker stillt. Ich liebe solche kleinen Experimente sehr, da ich dabei auch immer etwas über mich und meinen Körper lerne.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Alles Liebe, Marlene

PS: Auf meinem Blog findet ihr bereits viele weitere leckere Ideen für schnelle Mittag- und Abendessen:

Herzhafte Kartoffel-Galette mit Thymian

Herzhafte Kartoffel-Galette mit Thymian

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Vorbereitungszeit 45 Min.
Zubereitungszeit 25 Min.
Portionen 1 Galette

Zutaten

Für den Teig

  • 120 g Dinkelmehl, hell
  • 30 g Roggenmehl
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1/2 TL Rohrzucker
  • 2 g Salz
  • 1/4 Würfel Hefe, frisch
  • 1/4 TL Oregano, getrocknet
  • 1/4 TL Thymian, getrocknet

Für den Belag

  • 3-4 EL Olivenöl
  • 2 Kartoffeln
  • 1/2 Zwiebel
  • etwas Rosmarin
  • etwas Thymian, frisch
  • eine Prise Salz

Anleitungen

  • Die Hefe in 80 ml lauwarmem Wasser auflösen.
  • Die Rosmarinnadeln abrebeln, grob hacken und dann mit Dinkelmehl, Roggenmehl, Salz, Rohrzucker, Oregano und Thymian mischen. Dann mit der Hefe-Wasser-Mischung zu einem glatten Teig verkneten.
  • Den Teig auf Backpapier dünn zu einer runden Fläche ausrollen.
  • Die Kartoffeln in dünne Scheiben schneiden und die Zwiebel in sehr feine Ringe schneiden.
  • Den Teig mit etwas Olivenöl bestreichen, dann mit den Kartoffeln belegen und dabei einen Rand (ca. 2-3 cm breit) aussparen. Die Zwiebelringe sowie etwas gehackter Rosmarin und Thymian darauf verteilen. Anschließend die Ränder einklappen, sodass eine schöne Galette entsteht.
  • Die Galette mit Olivenöl beträufeln und an einem warmen Ort etwa 25 Minuten ruhen lassen. Anschließend bei 200°C Ober- und Unterhitze etwa 25 Minuten backen, bis die Galette eine schöne goldbraune Kruste hat.

Notizen

Besonders gut passt dazu ein würziger Knoblauchdip und ein bunter Salat.
Anstelle von Kartoffeln passen hier auch viele andere Gemüsesorten sehr gut. Rote Rüben und Birne, Kürbis, Zucchini oder Tomaten sind nur wenige leckere Beispiele für feine Alternativen.