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Buntes Bohnen-Chili

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Buntes Bohnen-Chili

Gut, besser, Chili! Gemeint sind hier aber nicht die feurigen Chilischoten, sondern der würzige mexikanische Bohnen-Eintopf mit Mais. Klassisch wird Chili con Carne wie der Name schon verrät mit Fleisch zubereitet. Die wortwörtliche Übersetzung bedeutet sogar Fleisch mit Pfefferschoten! Meine Variante ist also eigentlich ein ziemliches Kontrastprogramm zu diesem traditionellen Gericht, denn es ist rein pflanzlich und schön mild. Auch wenn ich mir hier ein bisschen künstlerische Freiheit gegönnt habe: dieses Bunte Bohnen-Chili ist einfach unglaublich gut und bereits seit Jahren eines meiner liebsten Rezepte! Was ich besonders gerne an Chili mag ist, dass es sich toll in größerer Menge zubereiten lässt. Auch wenn die Zutatenliste nicht die kürzeste ist, so ist es doch im Handumdrehen gekocht. Für mich ist es deshalb einfach DAS Gericht, das ich am liebsten koche, wenn Gäste kommen — Chili schmeckt auch einfach jedem.

Chili gibt es mittlerweile in zahllosen Varianten. Mit Fleisch oder ohne. Vor allem die pflanzlichen Alternativen sind sehr vielseitig, da unterschiedlichste Fleisch-Alternativen verwendet werden können. Tofu, Tempeh, Sojaschnetzel oder Sonnenblumenhack sind nur wenige Beispiele mit denen man Faschiertes (Hackfleisch) toll ersetzen kann. Ich koche Chili mittlerweile tatsächlich am allerliebsten ganz ohne Ersatzprodukte, dafür mit bunten Bohnensorten. In dieser Variante habe ich eine Mischung aus Kidneybohnen und weißen Bohnen verwendet. Besonders gut passen aber auch Wachtelbohnen, Kichererbsen, schwarze Bohnen oder auch verschiedene Linsensorten.

So einfach gelingt die Zubereitung
Bunte Chili-Varianten

Die Zutatenliste liest sich in diesem Rezept tatsächlich relativ lang. Lasst euch davon aber nicht täuschen oder gar abschrecken, denn dieses Chili ist eines der einfachsten Rezepte überhaupt. Die meisten Zutaten dienen einzig und allein dazu, den Geschmack des Chilis zu verstärken. Etwas Süße, etwas Säure, ordentlich Knoblauch, Paprikapulver und Kräuter. Die einzige Arbeit die wirklich anfällt ist eigentlich das feine Schneiden der Zwiebel und Karotten. Aber das dauert meist keine fünf Minuten. Beim Chili lohnt es sich außerdem, etwas Geduld zu haben. Je länger es köcheln darf, desto intensiver wird der Geschmack. Mir schmeckt es deshalb sogar am nächsten Tag meist noch etwas besser! Es eignet sich also auch perfekt für Mealprep.

Gesunde Schärfe: Gute Gründe für mehr Chili auf dem Speiseplan

Während ich früher nicht genug von scharfer Chilisauce bekommen konnte, mag ich Chili und generell mein Essen mittlerweile am liebsten ganz mild. Falls ihr es gerne scharf mögt, möchte ich euch noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben. Beim Würzen mit Chili lohnt es sich nämlich, anfangs eher vorsichtig zu würzen, denn die Schärfe wird während des Kochprozesses intensiviert. Warum das so ist? Ganz einfach: Das in der Chili enthaltene Capsaicin, das für die Schärfe verantwortlich ist, entfaltet seine Wirkung erst in gelöstem Zustand. Deshalb brennt es beispielsweise im Mund und Rachen auch nicht, wenn man einfach eine ganze Chili schluckt. Würzt man beim Kochen allerdings mit gehackter Chili oder getrockneten Chiliflocken, löst sich das Capsaicin mit der Zeit und die Schärfe nimmt dadurch immer weiter zu. Wenn ihr also relativ zu Beginn mit Chili würzt, probiert und es euch noch nicht scharf genug ist, wartet besser noch etwas mit dem Nachwürzen. Der erste Eindruck täuscht in diesem Fall nämlich sehr. Aus diesem Grund kann es sein, dass das Chili aufgewärmt am nächsten Tag schärfer schmeckt.

Capsaicin sorgt übrigens auch dafür, dass einem bei scharfen Gerichten oft richtig heiß und man nicht selten auch rot im Gesicht wird. Die darin enthaltenen Stoffe wirken durchblutungsfördernd und bringen den Kreislauf in Schwung. Interessanterweise wirkt es aber eigentlich sogar schmerzlindernd und kann chronischen Entzündungen entgegenwirken. Zusätzlich wirkt es antioxidativ, also gegen freie Radikale im Körper und schützt unseren Organismus zusätzlich. Während ein gewisses Maß an Capsaicin und Schärfe im Essen also durchaus positive Wirkungen hat, sollte man doch auch etwas aufpassen, wenn man beispielsweise eine empfindliche Verdauung hat. Intensive Schärfe kann nämlich die Magenschleimhäute und auch den Darm reizen, was zu Unwohlsein führen kann. Wie eigentlich immer ist es hier also auch ratsam, auf eine gute Balance zu achten.

Meine persönlichen Genuss-Tipps

Ich serviere zum Chili am liebsten ganz klassisch Reis, Brot, selbstgemachtes Fladenbrot oder zurzeit auch total gerne in der Schale gedämpfte Kartoffeln. Auch Quinoa oder Bratkartoffeln schmecken sehr gut dazu.

Das Chili eignet sich auch toll als Füllung für selbstgemachte Wraps, Kumpir, Tacos oder auch einfach bunt zusammengestellte Bowls.

Als zusätzliches Topping passt etwas (pflanzlicher) Joghurt oder auch Käse sehr gut. Das kühle Joghurt kann hier außerdem einen tollen Ausgleich schaffen, wenn das Chili recht scharf ist. Auch etwas frischer Zitronen- oder Limettensaft passt sehr gut dazu.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

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Buntes Bohnen-Chili
Buntes Bohnen-Chili

Buntes Bohnen-Chili

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Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 25 Min.
Portionen 4 Portionen

Zutaten

  • 1 Zwiebel, rot
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Karotten
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 1 Dose Bohnen, weiß
  • 1 Dose Mais
  • 2 EL Bratöl
  • 1 EL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Glas Passata (690 g)
  • 1-2 TL Kokosblütenzucker (alternativ z. B. Rohrzucker oder Birkenzucker)
  • 1/2 Bund Petersilie
  • einige Zweige Majoran (alternativ 1 EL getrockneter Majoran)
  • 1/2 TL Gemüsebrühe
  • 2-3 EL Apfelessig
  • 1 EL Sojasauce
  • 1/2 TL Kumin (Kreuzkümmel), gemahlen
  • etwas Chili (optional)
  • etwas Salz, Pfeffer

Anleitungen

  • Die Zwiebel schälen und sehr fein schneiden.
  • Die Karotten schälen und fein würfeln.
  • Die Majoranblätter von den Zweigen rebeln und grob hacken.
  • Anschließend zuerst die Zwiebel in einem Topf in Bratöl anschwitzen und dann die gewürfelten Karotten hinzugeben und mitbraten. Nach etwa 2-3 Minuten das Paprikapulver und den Kokosblütenzucker hinzugeben und mitbraten.
  • Den Mais und die beiden Bohnensorten in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen und dann mit Passata, Sojasauce, Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe, Apfelessig, Kumin und die gehackten Majoranblätter in den Topf geben. Das Curry etwa 20 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Wer es gerne scharf mag, kann nun auch mit etwas frischer Chili oder getrockneten Chiliflocken würzen.
  • Etwa 5 Minuten vor Ende der Kochzeit die Petersilie grob hacken und unter das Chili rühren.
  • Das fertige Chili nach Belieben mit Beilagen servieren.

Notizen

Ich serviere zum Chili am liebsten ganz klassisch Reis, Brot oder selbstgemachtes Fladenbrot. Auch gedämpfte oder gebratene Kartoffeln schmecken sehr gut dazu.
Bei den Gewürzen habe ich es absichtlich sehr einfach gehalten, damit das Rezept auch ohne großes Gewürzregal nachgekocht werden kann. Besonders gut passen hier aber etwas Backkakao und Zimt sowie Cayennepfeffer, getrockneter oder frischer Rosmarin und auch ein paar Tropfen Naturrauch oder geräuchertes Paprikapulver. Ich mag die rauchige Note persönlich sehr gerne im Chili.
Ich mag Chili tatsächlich am liebsten ganz mild. Deshalb verwende ich meistens kein oder nur sehr wenig Chili. Je nach dem, wie scharf ihr es gerne mögt, könnt ihr euch hier aber gerne austoben. Die Schärfe der Chilis wird beim Kochen übrigens intensiver. Ich würze deshalb anfangs eher sparsam und schärfe dann lieber später noch einmal nach.
Das Chili ist ein perfektes Mealprep-Gericht und mir persönlich schmeckt es am nächsten Tag sogar meist noch besser. Es lohnt sich hier also auch durchaus, direkt die doppelte Menge zu kochen. Im Kühlschrank lässt es sich problemlos ein paar Tage aufbewahren.
 
Buntes Bohnen-Chili