Springe zu Rezept

Vor einer gefühlten Ewigkeit um diese Zeit war ich gerade mit meiner Familie auf Urlaub in Griechenland. Wir waren mit Auto und Zelt unterwegs und soweit ich mich erinnern konnte auch noch ohne Klimaanlage. Jeder, der Mitte Juli schon mal in Griechenland war, wird wissen, dass dort um diese Zeit eine absolut brütende Hitze herrscht und das Zelt somit zu einer Dampfsauna wird! Und obwohl wir täglich gefühlt unser Körpergewicht ausschwitzten, waren das einfach unvergessliche Tage für mich! Griechenland ist einfach ein besondere Land mit seinem wunderschönen Meer, den endlosen Stränden, der beeindruckenden Landschaft, der lauten und fröhlichen Kultur und vor allem natürlich auch mit all dem unglaublich leckeren Essen! Besonders die Vielfalt an reifen Früchten wie Feigen, frisch vom Baum, riesige Melonen und die süßesten Pfirsiche, deren Saft alles so klebrig gemacht hat, ist einfach genial!

Die griechische Küche hat aber auch unglaublich viel zu bieten! Täglich haben wir uns frisch beim Bäcker leckere Spinat-Pasteten aus Filoteig geholt, klebrig süßes Baklava oder eben – und nun komme ich mal zum Punkt: ein unfassbar leckeres Brot mit Feta im Teig! Allein wenn ich daran denke, rinnt mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen! Ich kann mich an einen ganz besonders heißen Tag erinnern, als wir mit dem Auto zu einem der hunderttausend Museen unterwegs waren. Der Schweiß rann uns schon wieder in Strömen von der Stirn und draußen rauschte die steile Küste an uns vorbei. Der Weg war noch lang und wir waren alle schon hungrig. Bevor wir losfuhren waren wir aber (natürlich!) noch beim Bäcker stehen geblieben und hatten uns mit leckerem Gebäck eingedeckt. Nie werde ich vergessen, wie ich mit den Fingern immer wieder große Stücke von dem noch heißen weißen Brot abriss, das ganz frisch aus dem Ofen kam und fettige Spuren auf der Papiertüte hinterließ. Ist es nicht unglaublich, wie lebhaft man sich teilweise an solche Erlebnisse erinnert?

Dieses leckere Brot war eigentlich nichts Besonderes, aber trotzdem einfach unfassbar lecker -so wie meistens bei den einfachsten Dingen im Leben! Fluffiges Weißbrot mit einer knusprigen Kruste. Bester griechischer Feta im Teig eingebacken und noch ganz weich, weil das Brot noch so frisch war. Und ein feines Aroma von Rosmarin, der in Griechenland überall auch einfach so in den Bergen wuchs! Das Brot passte einfach perfekt zu diesem heißen Sommertag an diesem wunderschönen Ort und mit diesem Rezept möchte ich ein bisschen von dieser Erinnerung wieder ins Hier und Jetzt holen und mich damit für immer an diese Zeit erinnern!

Nun aber endlich mal zum Brot! Das Rezept ist so unglaublich einfach und besticht trotzdem durch die perfekte Harmonie der Zutaten! Alles was ihr dafür braucht sind Kartoffeln, helles Mehl, etwas Salz, Hefe, Feta, Rosmarin und Wasser. Das Brot in Griechenland enthielt wahrscheinlich keine Kartoffeln, aber ich hatte total Lust auf diesen kleinen Twist und was soll ich sagen – das Ergebnis ist einfach ultra lecker geworden!

Ich bin selbst kein Kartoffel-Experte und frage mich jedes Mal aufs Neue, wofür ich nun mehlige oder festkochende Kartoffeln brauche! Manche Dinge merke ich mir einfach gefühlt nie. Empfehlen würde ich euch Kartoffeln, die für Kartoffelpüree geeignet sind und nach dem Kochen sehr weich werden. Am ehesten also mehligkochende Kartoffeln. Aber das Rezept wird auch mit einer anderen Sorte gelingen. Ich habe hier heurige Kartoffeln verwendet, die sich sehr einfach stampfen ließen – die kann ich euch also auf jeden Fall sehr empfehlen!

Für dieses Rezept verwende ich am liebsten helles Dinkelmehl, weil das Brot dadurch extra schön fluffig wird. Ihr könnt natürlich auch Vollkornmehl verwenden, dann ist aber etwas mehr Wasser nötig, damit der Teig auch eine gute Konsistenz bekommt und das Brot dann auch gut aufgeht. Am ehesten würde ich euch aber empfehlen, die Mehlsorten zu mischen, wenn ihr gerne auch Vollkornmehl verwenden wollt. Ein Verhältnis von 1:1 oder 2:1 zugunsten von hellem Mehl funktioniert bei mir immer am besten.

Ich habe hier frischen Rosmarin verwendet. Ihr könnt aber auch gerne getrockneten nehmen. Oftmals sind getrocknete Kräuter, vor allem die mediterranen ja sogar aromatischer! Neben Rosmarin habe ich außerdem etwas Thymian verwendet, weil die beiden Kräuter einfach toll zusammenpassen! Da könnt ihr auch gerne ein bisschen rumprobieren, was euch gut schmeckt! Majoran könnte ich mir beispielsweise auch gut vorstellen und auch Knoblauchpulver oder getrocknete Tomaten passen sicher toll dazu!

Wenn ihr das Brot gerne rein pflanzlich backen wollt, könnt ihr den Feta im einfachsten Fall einfach weglassen, oder durch eine pflanzliche Alternative ersetzen, Letztere unterscheiden sich häufig ein bisschen von der Konsistenz her und werden oft nicht so schön cremig wie die klassische Variante. Aber trotzdem passt der salzige Geschmack einfach super zu dem Brot und ich kann euch auf jeden Fall empfehlen, eine pflanzliche Alternative auszuprobieren!

Ich backe Brot am liebsten in einer Kastenbackform, weil es da schön hoch wird und nicht auseinander läuft. Ihr könnt es aber auch in jeder anderen Form, oder auch ganz ohne Form auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech backen. Es wird dann wahrscheinlich etwas flacher, aber auf jeden Fall außen genauso knusprig und lecker.

Das Brot schmeckt am allerbesten, wenn es noch sehr warm ist – am besten sogar direkt frisch aus dem Ofen! Kalt ist es natürlich auch super lecker, aber ich würde euch wenn möglich empfehlen, es noch einmal kurz zu toasten, damit der Käse auch wieder schön warm wird! Besonders gut schmeckt dazu ein großer griechischer Salat mit sonnengereiften Tomaten, Gurken, rohem Zwiebel, Oliven und einem feinen Dressing aus kaltgepresstem Olivenöl, etwas Essig, Salz, Pfeffer und nach Belieben etwas mediterrane Kräuter! Wer mag kann auch über den Salat natürlich noch etwas Feta geben – das schmeckt einfach himmlisch kann ich euch sagen!

Ich wünsch euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen von diesem kulinarischen Kurzurlaub in den heißen Süden!

Rosmarin-Kartoffelbrot mit Feta

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Vorbereitungszeit 25 Min.
Zubereitungszeit 1 Std. 30 Min.
Portionen 1 Brot
Autor Marlene Forstinger

Zutaten

  • 500 g Dinkelmehl, hell
  • 400 g Kartoffeln, mehlig und geschält
  • 1 Pkg. Trockenhefe
  • 150 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 200 g Feta
  • 3 Zweige Rosmarin, frisch
  • 3 Zweige Thymian, frisch

Anleitungen

  • Die Kartoffeln entweder im Ganzen dämpfen oder als schnelle Alternative: kleinschneiden und in etwas Salzwasser gar kochen.
  • Währendessen das Mehl mit Salz und Trockenhefe mischen.
  • Rosmarin und Thymian von den Zweigen abzupfen, fein hacken und mit den übrigen trockenen Zutaten mischen.
  • Die fertig gekochten Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse pressen oder mit einer Gabel zerdrücken.
  • Den Feta klein schneiden oder mit den Fingern zerbröseln und zusammen mit den zerstampften Kartoffeln zu den übrigen Zutaten geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten, in eine Kastenbackform geben und mindestens 45 Minuten ruhen lassen.
  • Wenn der Teig schön aufgegangen ist, das Brot bei 175°C Ober-und Unterhitze etwa 40 Minuten backen. Am besten kontrolliert ihr mit der Stäbchenprobe, ob das Brot durch ist.

Notizen

Ich backe Brot am liebsten in einer Kastenbackform, weil es da schön hoch wird und nicht auseinander läuft. Ihr könnt es aber auch in jeder anderen Form, oder auch ganz ohne Form auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech backen. Es wird dann wahrscheinlich etwas flacher, aber auf jeden Fall außen genauso knusprig und lecker.
Wenn ihr das Brot gerne rein pflanzlich backen wollt, könnt ihr den Feta entweder weglassen, oder durch eine pflanzliche Feta-Alternative ersetzen. 
Anstelle von frischen Kräutern könnt ihr auch gerne getrocknete verwenden. Vor allem bei mediterranen Kräutern ist die getrocknete Variante ja oftmals sogar noch etwas aromatischer!
Am liebsten backe ich dieses Brot mit hellem Dinkelmehl, weil es dadurch schön fluffig wird. Wenn ihr gerne Vollkornmehl verwenden wollt, würde ich euch für ein fluffiges Ergebnis am ehesten empfehlen, ein Verhältnis von 1:1 oder 2:1 von hellem und Vollkornmehl zu wählen. Außerdem benötigt ihr dann einen Schuss mehr Wasser, damit der Teig auch eine schöne homogene Konsistenz bekommt. Wie viel Wasser ihr genau mehr braucht, hängt allerdings sehr von dem verwendeten Vollkorn-Mehl und dem Mengenverhältnis der beiden Mehlsorten ab.